Werbungskosten absetzen – Das kannst du eintragen
Welche Ausgaben als Werbungskosten gelten und wie du sie richtig dokumentierst.
Deine Anleitung zur elektronischen Steuererklärung mit dem ELSTER-System. Wir zeigen dir die wichtigsten Schritte und häufige Anfängerfehler.
ELSTER – das Elektronische Steuererklärungssystem der Finanzbehörden. Der Name klingt kompliziert, die Sache selbst ist es aber gar nicht. Wir zeigen dir, wie du dich anmeldest, deine Steuererklärung einreichst und häufige Anfängerfehler vermeidest.
Das Beste: Du kannst alles von zuhause aus machen. Kein Termin beim Finanzamt nötig, keine langen Wartezeiten. Die meisten Menschen brauchen zwischen einer und zwei Stunden, um ihre Erklärung einzureichen – vorausgesetzt, die Unterlagen sind zusammengestellt.
ELSTER ist das offizielle Online-System der deutschen Finanzbehörden für die elektronische Übermittlung von Steuererklärungen. Es ist kostenlos, sicher und wird von Millionen Deutschen jedes Jahr genutzt.
Bevor du loslegst, brauchst du einen Zugang zum ELSTER-Portal. Du hast zwei Möglichkeiten: Entweder registrierst du dich mit deinen persönlichen Daten direkt bei ELSTER, oder du nutzt dein Benutzerkonto beim Finanzamt, falls du bereits eins hast.
Die Registrierung ist schnell gemacht. Du brauchst deine Steuernummer (findest du auf deinem letzten Steuerbescheid) und eine gültige E-Mail-Adresse. Besorg dir auch gleich ein starkes Passwort – mindestens 8 Zeichen, mit Großbuchstaben, Kleinbuchstaben und Zahlen.
Gehe auf die ELSTER-Website und klick auf „Registrieren”
Gib deine Steuernummer und persönliche Daten ein
Bestätige deine E-Mail-Adresse über den Link in der Bestätigungsmail
Setze ein sicheres Passwort und melde dich an
Das ist der wichtigste Schritt. Du brauchst all deine Unterlagen zusammen, bevor du anfängst. Das spart dir später Zeit und verhindert Fehler. Egal ob Werbungskosten, Spendenbescheinigungen oder Handwerkerrechnungen – alles muss digitalisiert sein.
ELSTER akzeptiert PDF-, JPG- und PNG-Dateien. Die meisten Unterlagen kannst du einfach mit deinem Smartphone fotografieren und hochladen. Achte nur darauf, dass die Bilder lesbar sind. Schummrige Fotos mit Spiegelungen funktionieren nicht.
Diese Anleitung ist zu Informationszwecken gedacht. Sie ersetzt keine professionelle Steuerberatung. Bei komplexeren Steuerfällen, Selbstständigkeit oder bei Unsicherheiten konsultiere einen Steuerberater. Die genauen Anforderungen können sich jährlich ändern.
Im Portal selbst ist alles relativ selbsterklärend. ELSTER führt dich durch die verschiedenen Formulare – und ja, es gibt mehrere. Für Arbeitnehmer mit Werbungskosten ist vor allem die Anlage N wichtig. Für Vermietung und Verpachtung brauchst du die Anlage V.
Nimm dir Zeit zum Ausfüllen. Es bringt nichts, wenn du das alles in 15 Minuten durchhetzt. Überprüfe jede Angabe zweimal – besonders die Zahlen. Ein häufiger Fehler ist die falsche Eingabe von Summen oder das Vergessen von Ausgaben, die du doch absetzen könntest.
“Die meisten Fehler entstehen nicht beim Ausfüllen, sondern weil man vergisst, etwas anzugeben. Deshalb: Alle Belege durchgehen, alles notieren, dann erst ins Portal.”
Wenn alles ausgefüllt ist, kommt der letzte Schritt: die elektronische Unterschrift. Viele Menschen denken, dass das kompliziert ist – ist es aber nicht. ELSTER nutzt ein einfaches Verfahren, bei dem du deine PIN eingibst. Das ist deine elektronische Unterschrift und rechtlich genauso gültig wie eine handschriftliche.
Dann klickst du auf „Einreichen” und deine Steuererklärung ist weg. Du bekommst sofort eine Empfangsbestätigung per E-Mail. Das Finanzamt prüft dann deine Erklärung – das dauert normalerweise zwischen 2 und 6 Wochen. Der Steuerbescheid kommt dann ebenfalls per Post oder digital.
Das sind die Fehler, die wir am häufigsten sehen – und wie du sie vermeidest:
Die Frist endet normalerweise am 31. Mai des Folgejahres. Wer zu spät abgibt, riskiert Verspätungszuschläge. Also: Merke dir den Termin oder stell einen Alarm.
Du darfst deine Belege nicht einfach weglassen. ELSTER fordert sie später an, wenn du sie nicht hochlädst. Dann wird alles verzögert. Also: Alle Unterlagen von Anfang an hochladen.
Eine falsche Ziffer und die ganze Rechnung stimmt nicht. Besonders bei der Steuernummer oder dem Einkommen passiert das schnell. Deshalb: Zweimal kontrollieren, bevor du abschickst.
Wenn du deine PIN nicht mehr findest, kannst du sie jederzeit über dein ELSTER-Konto zurücksetzen. Aber: Das dauert ein paar Tage. Also nicht bis zur letzten Minute warten.
Es gibt viele Formulare in ELSTER – Anlage N, V, G, K, L… Wenn du das falsche ausfüllst, verstehst das Finanzamt nichts. Also: Genau überlegen, welche Anlage du brauchst.
Nach der Einreichung bekommst du eine Bestätigung per E-Mail. Speicher dir die ab oder druck sie aus. Das ist dein Beleg, dass du die Erklärung wirklich eingereicht hast.
Das ELSTER-Portal ist nicht kompliziert – es braucht nur ein bisschen Vorbereitung. Sammle deine Unterlagen, registriere dich, fülle die Formulare aus und reiche alles ein. Der ganze Prozess dauert ein bis zwei Stunden, wenn du alles vorbereitet hast.
Das Beste: Du sparst dir den Weg zum Finanzamt und die langen Wartezeiten. Und falls du doch Fragen hast, bietet das ELSTER-Portal eine ausführliche Hilfe für jedes Feld.